VIDEOGUIDE GOES EUROPE - EIN RÜCKBLICK

  
Die „Plattform Rechtsberatung – Für Menschenrechte“ organisierte vom 03. - 11. Mail 2014 unterstützt vom EU-Programm „Jugend in Aktion“ (mittlerweile Erasmus+) ein EU-Training unter dem Namen „VIDEOGUIDE GOES EUROPE“.

Ziel des Projektes war es, den TeilnehmerInnen aus 8 verschiedenen Ländern einen Weg zu zeigen, wie man Menschenrechte bewerben, öffentliche Aufmerksamkeit wecken und auf die Situation von Minderheiten hinweisen kann. Die Plattform Rechtsberatung hat bereits 2013 einen Videowegweiser durch das österreichische Asylverfahren produziert, bei dem es vor allem darum ging, AsylwerberInnen über Ihre Rechte und Pflichten aufzuklären und ein Informationstool für alle Interessierten bzw. Personen die sich mit diesem Thema auseinandersetzen zu schaffen.

Aufgrund des großen Erfolges dieses Videowegweisers und der positiven Resonanz von allen Seiten (WKO-Preis, Sozialmarie, über 100.000 Aufrufe allein auf der Vereinshomepage etc.) war es der Plattform Rechtsberatung ein großes Anliegen, diese tolle Idee über die österreichischen Grenzen hinauszutragen und ein Projekt rund um das Thema Menschenrechte – im Fokus standen MigrantInnen und AsylwerberInnen – zu organisieren.

Ein weiteres Ziel war es, ein Netzwerk in ganz Europa zu aufzubauen, bei dem junge und motivierte Menschen die Chance haben sich auszutauschen und Erfahrungen zu teilen und im Anschluss Folgeprojekte in den Heimatländern zu starten.

Rückblickend auf das Projekt möchte die Plattform Rechtsberatung kurz diese Woche zusammenfassen.

Insgesamt 32 TeilnehmerInnen aus den Ländern Bulgarien, Deutschland, Georgien, Italien, Moldawien, Rumänien, Spanien und der Türkei fanden den Weg nach Tirol. Im Pfadfinderheim in Igls gab es die Möglichkeit sich in Ruhe und inmitten der Natur voll auf das Projekt zu konzentrieren. Die TeilnehmerInnen erwartete ein abwechslungsreiches Programm, welches die Chance bot, sich intensiv mit den Themen Asyl, Migration und Menschenrechte auseinanderzusetzen, Kreativität an den Tag zu legen und sich zu vernetzen. Die TeilnehmerInnen wurden in 6 Gruppen eingeteilt und Ziel war es, dass jede Gruppe bis zum Ende der Woche ein Video produziert, welches für Aufklärungsarbeit verwendet werden kann und sich mit dem Thema Menschenrechte befasst.

Die Workshops waren vielseitig aufgestellt:

Das Programm startete mit einem ganztägigen Vortrag der den TeilnehmerInnen einen fachlichen Input rund um das österreichische Asylgesetz, Reglementierungen in der EU und Menschenrechte gab. Ralf Niederhammer, Jurist und Rechtsberater des Diakonie Flüchtlingsdienstes, präsentierte die wichtigsten Fakten rund um das Thema Asyl und erarbeitete interaktiv mit der ganzen Gruppe Fallbeispiele.

Weiters wurde den TeilnehmerInnen der Videowegweiser durch das österreichische Asylverfahren vorgestellt und es gab eine Präsentation, die Hintergrundinformationen wie die Entstehungsgeschichte, Finanzierung, Arbeitsprozesse und relevante Fakten darstellte.

Die folgenden Tage beschäftigten sich die TrainerInnen vor allem damit, den jungen Erwachsenen in verschiedenen Workshops zu erklären, wie ein Video aufgebaut wird. Es wurde erklärt, welche Arten von Videos es gibt, inwieweit diese zur Bewusstseinsbildung und Aufklärungsarbeit relevant sind und wie sie eingesetzt werden können. Es wurden Themen für das Video gefunden, Texte verfasst, Drehbücher geschrieben und im Kunstworkshop eigene Zeichnungen erstellt.

Nach diesem aufwändigem Arbeitsprozess durften die TeilnehmerInnen Ihre Texte aufnehmen und mit der Videoaufzeichnung beginnen. Das Filmen und die Koordination von Gesprochenem und Gefilmtem erforderte Fingerspitzengefühl und war mit viel Arbeit verbunden.
Am Donnerstag-Abend waren alle Filme „im Kasten“ und für die WorkshopleiterInnen Amina und Elia begann erst jetzt die richtige Arbeit – die Videos zu schneiden.

Neben den Workshops gab es Abendveranstaltungen bei denen VertreterInnen lokaler Organisationen, sowie AsylwerberInnen eingeladen wurden und die Möglichkeit zu fachlichem Austausch gegeben war. Bei einem Vernetzungstreffen wurden die Chancen einer zukünftigen Zusammenarbeit diskutiert und erste Schritte für die Kooperation gesetzt.
Außerdem gab es einen interkulturellem Abend bei dem die TeilnehmerInnen aus Ihren Heimatländern mitgebrachten Spezialitäten zubereiten konnten. Bei Speisen und Getränken aus unterschiedlichsten Regionen Europas, bei Musik, Tanz und traditioneller Kleidung wurde der interkulturelle Austausch gefördert und ausgelassen zelebriert.

Die Gruppe konnte die Freizeit die Ihnen zur Verfügung stand frei gestalten und wurde von den meisten vor allem dazu genutzt, Innsbruck und seine Sehenswürdigkeiten zu entdecken und die Natur zu genießen. Auch das kulturelle Programm kam nicht zu  kurz und so besuchten alle gemeinsam das Schloss Ambras und tauchten in längst vergangene Zeiten ein.

Am Samstag – dem letzten Tag – organisierte die Plattform Rechtsberatung und die TeilnehmerInnen die große Abschlussveranstaltung bei der die Öffentlichkeit eingeladen wurde. Bei diesem Event (OPEN HOUSE) wurden die 6 Videos der einzelnen Gruppen präsentiert. Die harte Arbeit hat sich gelohnt – es entstanden 6 wunderbare Kurzfilme zum Thema Menschenrechte,  Migration und Diskriminierung aufgrund der Ethnizität, die große Wertschätzung von allen Seiten erhielten.
Die Präsentation war ein voller Erfolg – verbunden mit unzähligen Beifällen, Danksagungen, Umarmungen, Emotionen und schönen Erinnerungen. Nach dieser tollen Endveranstaltungen versammelten sich alle ein letztes Mal um die Woche und den Abschied zu feiern. Bei Lagerfeuer, Musik und gutem Essen ließen alle gemeinsam den Abend ausklingen.

Der Abschied am Sonntag war schwer, denn durch die intensive Zusammenarbeit und die schönen Stunden die gemeinsam verbracht wurden, haben sich nicht nur Kooperationspartner gefunden, sondern auch Freunde fürs Leben.

VIDEOGUIDE GOES EUROPE

The project “Videoguide goes Europe” takes place in Innsbruck (Austria) from the 3rd until the 11th of May. Our international partners who will send the participants come from Italy, Bulgaria, Spain, Romania, Turkey, Germany, Georgia and Moldova. In total there will be about 40 adolescents participating in this project.

The aim of the venture is how to promote human rights, focusing on the rights of refugees and migrants. Another main focus of the training is to put on showing the participants skills for creating tools to raise public awareness of the situation of minorities. This training is built around the tool of a video guide, which can serve as an example for such a tool. It will teach the participants the basics on how to create a video as well as how to put a complex matter into such a tool.

Explore, exchange knowledge and experience of human rights work and the situation of migrants and refugees in their country is also at the core of this project. “Videoguide goes Europe” is a great chance to be innovative and creative as well as to build a network of motivated and active citizens who will promote and realise the creation of tools to publicly address human rights topics. The trainings objective is to raise the awareness of dependence of asylum seekers and creating methods with and for them, so that they become more independent and empowered to act in their situation.The participation in that workshops should show youngsters that they have the possibility to promote social injustice.

The organisers are volunteers for the organisation bringing many different professional backgrounds and experience in this field. Among the team of trainers there will be on the one hand experienced professionals in the fields of law, graphics and design, multimedia, arts, social work and on the other hand refugees by themselves who can share their experiences and knowledge concerning their life situation with the participants. There will be a diverse and exciting programme during the whole week.

The main activities are:

  • getting to know each other, exchanging and sharing experiences, learning about cultural diversity and the project offers a place for creative ideas, exploration and common learning and development
  • showing the participants how useful the media “video/film” is to raise the awareness of the society for a human rights topic – filmmakers will train the participants
  • artists trainer will show skills for drawing pictures for movies
  • making a short movie concerning human rights with the help of the trainers
  • activities around Innsbruck, for example hiking, city tours or exploring the nature
  • possibilities to explore the area themselves
  • having a bbq together and celebrating the results of the training

The project will bring together young people from different cultures to get to know one another and discover the enrichment of diverse cultural backgrounds as well as cultural diversity. They will reflect on the common attitudes, laws, practices and procedures regarding the area of asylum and situations of asylum seekers that exist in Europe and in the European Union. The results will be published online and passed on to our partner organisations. Everyone will integrate this learning experience into their own lives and their future. The participants will gain the motivation to carry on their activism and to realise different follow-up activities and projects.

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