[...], NICHT DERMAẞEN REGIERT ZU WERDEN

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Die Veranstaltungsreihe rund um die Themen Flucht, Aktivismus und Solidarität bietet an drei Abenden die Gelegenheit, unterschiedliche Perspektiven und Möglichkeiten von solidarischem Widerstand kennenzulernen und diese mit erfahrenden Personen zu diskutieren und kritisch zu hinterfragen.

ABSAGE: VORTRAG DOMENICO LUCANO 18.03.2014

Domenico Lucano hat sich unglücklicherweise verletzt und kann deshalb nicht nach Innsbruck kommen.

Wir werden versuchen, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Aus diesem Grund erlauben wir uns Sie zu einem späteren Zeitpunkt rechtzeitig diesbezüglich zu informieren. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

 

MI, 9.04.2014// 19:00 "MEDIALE DARSTELLUNG der Refugee Proteste in Wien" - Podiumsgespräch mit anschließender Diskussion

Am Podium: Irene Brickner (Standard Redakteurin), Flüchtlinge & AktivistInnen aus Wien

Seit im November 2012 eine Gruppe von Flüchtlingen und UnterstützerInnen gemeinsam vom Aufnahmelager Traiskirchen (NÖ) nach Wien marschiert ist und im Sigmund-Freud Park ein Protest-Camp eröffnete, wurde viel in den Medien über die Refugee-Protestbewegung berichtet. Der Protest und somit auch der Kampf für eine menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen in Österreich und der EU hält, 15 Monate später, immer noch an. Dabei stehen menschenrechtliche Forderungen wie der „Zugang zum Arbeitsmarkt“, „Zugang zur Bildung“ sowie „Bewegungsfreiheit“ im Vordergrund. Es dauerte nicht lange bis den Flüchtlingen in der Öffentlichkeit, unter anderem durch die Medienberichterstattung, die Selbstorganisation der Proteste abgesprochen wurde. Einige Stimmen behaupteten sogar, dass die UnterstützerInnen die Flüchtlinge instrumentalisierten, um deren Interessen mehr Raum in der Öffentlichkeit zu geben. Im Rahmen des Podiumsgesprächs möchten wir uns gemeinsam mit Flüchtlingen & ProtestunterstützerInnen sowie der Standard Redakteurin Irene Brickner, dem Vorwurf der Instrumentalisierung annähern und über die Schwierigkeiten eines selbstorganisierten Protestes sowie die mediale Repräsentation solcher Bewegungen unterhalten.

DI, 29.04.2014// 19:00 "Verleitung zum Aufstand" - Buchpräsentation und Diskussion mit Michael Genner (Asyl in Not)

„Es darf nicht sein, dass unsere Gesellschaft dauernd in zwei Gruppen mit mehr und mit weniger Rechten zerfällt: in die Klasse der Einheimischen und in die Klasse der Fremden. In der Diskriminierung der Minderheiten lebt der Faschismus fort. Der Rassismus ist der Faschismus unserer Tage.“

Mit diesem Zitat von Christian Broda, Justizminister in den Kreisky-Regierungen, beginnt Michael Genner sein autobiographisches, dezidiert politisches und widerständiges Buch „Verleitung zum Aufstand“. Auf kurzweiligen 254 Seiten fasst Michael Genner, langjähriger Rechtsberater und Obmann von Asyl in Not, die gesellschaftlichen Kämpfe von den 1960er Jahren bis heute zusammen. Michael Genners Biographie ist die eines „anderen“ Österreichs. Nicht immer schön und glatt, aber immer geprägt von den Gedanken an Demokratie, Menschenrechte, Antifaschismus und der Wut über die herrschenden ungleichen gesellschaftlichen Verhältnisse.
Im Anschluss an die Buchvorstellung diskutieren wir über Erfahrungen, Möglichkeiten und Grenzen von Protest und Widerstand gegen ein rassistisches System von Schubhaft & Abschiebungen.

Die Veranstaltungsreihe wird von der Plattform Rechtsberatung in Kooperation mit der Plattform Bleiberecht und dem Italien-Zentrum der Universität Innsbruck organisiert.

Gefördert von:

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