BLICKPUNKT

KURZPROJEKTBESCHREIBUNG

BlickPunkt ist ein Projekt, das über textilbezogene Techniken aus verschiedenen Kulturkreisen die Kompetenzen geflüchteter Frauen ins Zentrum rückt. Den Frauen wird ein Raum geboten, in welchem sie sich aus der Ohnmacht des Nichtstun befreien und sich aus der Position von Hilfeempfängerinnen in die Position von Unterstützerinnen begeben können. Es wird ein Rahmen geschaffen, den die Beteiligten selbstverantwortlich mit kreativen Ideen füllen. Vielsprachigkeit ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Das gemeinsame handwerkliche Tätigsein ist ein Versuch, aufzuzeigen, dass mensch sich auch ohne gemeinsame verbale Sprache verstehen und gemeinsame Ideen verfolgen kann. Um aus diesem Rahmen letztendlich auszubrechen und die Idee weiterzutragen, ist als Abschluss eine Installation im Stadtzentrum von Innsbruck geplant.

PROJEKT RÜCKBLICK
Das Projekt "Blickpunkt" rückt die Kompetenzen von Frauen mit Fluchterfahrung in den Vordergrund. In einem ersten Treffen haben die Frauen ihre Wünsche geäußert und es wurde über Umsetzungsmöglichkeiten gesprochen. Jede der 11 Workshopleiterinnen hat dann eine Workshoporganisatorin zur Unterstützung erhalten, die als Ansprechpartnerin fungierte und Materialien besorgte, sich um die TeilnehmerInnenakquirierung kümmerte und die Rahmenbedingungen für einen möglichst reinbungslosen Ablauf des Workshops schuf. Paternalistische Gesten wurden in jedem Schritt vermieden und die Verantwortung über den Ablauf des Workshops hatten die Leiterinnen zu tragen. Das Angebot der Workshopleiterinnen war sehr weitläufig und reichte von Makramee-Knüpftechniken, Häkeln, Taschen und Kleider nähen, bis zu Tipps für Eltern mit Kindergartenkindern, Massagetechniken, Flamenco vom Schnitt zum Tanz, die Dekoration mit Pailletten, das Backen von Halva bis zur Patina Technik auf Statuen. Die Kinderbetreuer*innen übernahmen ihre Aufgabe mit großem Engagement. Die Teilnehmer*innen waren begeistert. Während jedes Workshops wurden, mit dem Einverständnis aller Beteiligten, Video- und Tonaufnahmen gemacht, die in einer audio-visuellen und interaktiven Installation eingebettet sind.

In einem Arbeitsprozess, der nun beinahe ein Jahr läuft, gibt es viele, denen zu danken ist. Allen voran danken wir den WORKSHOPLEITERINNEN, ohne die das Projekt niemals umgesetzt hätte werden können. Aber auch ALLEN BETEILIGTEN und TEILNEHMER*INNEN, die mit kleineren oder größeren Hilfestellungen dem Projekt zur Umsetzung verhalfen. Dank  geht an die PLATTFORM RECHTSBERATUNG, über die das Projekt eingereicht wurde und welche uns mit Rat und Tat zur Seite stand, die BIldungs- und Beratungseinrichtung "FRAUEN AUS ALLEN LÄNDERN", die uns Kontakte zu den Leiterinnen vermittelten, das "NADELÖHR", welches uns viel mehr als nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, den "SPIEL-RAUM für Alle", der die Installation ermöglichte und uns mit offenen Armen empfing, das "HO&RUCK", welches uns mit Material und Begeisterung für das Projekt unterstützte, das FILMTEAM (Kurzfilm) und die INSTALLATIONSKÜNSTLER*INNEN, TÄNZER*INNEN und SCHAUSPIELER*INNEN, welche mit ihren wertvollen Beiträgen, einen kreativen Zugang zur Sichtbarmachung der Konditionen und Möglichkeiten von Frauen mit Fluchterfahrung suchten und die EInbettung eines jeden Subjektes in Machtverhältnisse aufzeigten. Auch danken wir besonder der TKI, welches durch unerschütterliches Engagement immer wieder Fördermittel vom Land Tirol bekommt, dem an dieser Stelle zu danken ist. Letzlich und etwas ungewohnt, danken wir uns auch selbst, dass wir das Durchhaltevermögen aufbrachten, unzählige und die meisten davon unbezahlte Stunden mit dem Umsetzen eines anfänglichen Konzeptes, einer (auch wissenschaftlichen) Theorie, in die Sichtbarwerdung zu verhelfen! So fühle sich auch jede und jeder, die oder der hier nicht explizit genannt wird, wertgeschätzt für die geführten Gespräche oder oft vielleicht als selbstverständlich gesehenen Hilfestellungen, damit sei gesagt, wir wissen sie zu schätzen!

Das Team des Projektes